Monat: Mai 2024

Ohne Ehrenamt funktioniert nichts

Leserbrief zum Artikel „Zwischen Tradition und Nachwuchssorgen“ vom 10.05.2024. Veröffentlicht im Main-Echo am 18.05.2024.

Ein Hoch auf die Ehrenamtlichen! Das Festwochenende des Obernauer Spielmannszugs zeigt erneut, wie unverzichtbar das Engagement von Freiwilligen für unsere Gesellschaft ist. Der TV Obernau hat sich mächtig ins Zeug gelegt und ein großartiges Treffen der Spielmannszüge auf die Beine gestellt. Solche Veranstaltungen sind gerade in Zeiten, in denen viele Vereine und Parteien mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben, echte Lichtblicke.

Es ist erfrischend zu sehen, wie der Spielmannszug des TV Obernau eine lebendige Tradition weiterführt. Ohne das ehrenamtliche Engagement von Menschen wie Ronny Dreyhaupt wäre so ein Event gar nicht denkbar.

Solche Veranstaltungen fördern den Zusammenhalt in der Gemeinschaft und beweisen, dass Vereine wie der TV Obernau das Herz und die Seele einer Region sind. Es ist inspirierend zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die sich mit Leidenschaft für das Vereinsleben einsetzen und die nächste Generation ermutigen, mitzumachen.

Ein dickes Dankeschön an alle, die daran beteiligt sind. Hoffentlich erleben wir in Zukunft noch viele solcher Feste. Denn eines ist sicher: Ohne Ehrenamt funktioniert nichts.

Bei den Ausgaben Prioritäten setzen

Leserbrief zum Artikel: „Aschaffenburg verlängert Sonderangebote im Busverkehr bis Jahresende“ vom 20.03.2024. Veröffentlicht im Main-Echo am 08.05.2024.

Die Entscheidung des Stadtrats, die Sondertarife im öffentlichen Personennahverkehr bis Ende 2024 beizubehalten, überrascht mich angesichts der düsteren Kassenlage der Stadt Aschaffenburg. Erst im Februar wurden wir bei den Haushaltsberatungen mit alarmierenden Tatsachen konfrontiert: Die Ausgaben schießen durch die Decke, während die Rücklagen schrumpfen.

Wenn wir die Sondertarife zum 1. Juli 2024 eingestellt hätten, könnten wir über 554.052 Euro pro Jahr einsparen. Klar, das wäre nicht gerade populär gewesen, aber angesichts der knappen Kassen durchaus verständlich. Jeder Cent kann nur einmal ausgegeben werden. Warum also diese Entscheidung jetzt noch einmal bis ans Jahresende schieben?

Es ist offensichtlich, dass wir bei den Ausgaben Prioritäten setzen müssen. Nicht alles, was nett wäre, kann auch finanziert werden. Die Gratisnutzung des ÖPNV an Samstagen seit Dezember 2018 fällt definitiv in diese Kategorie. Kostenlose Fahrten am Samstag zum Marktbummel mögen auf den ersten Blick toll klingen, aber am Ende zahlt wieder der Steuerzahler die Zeche. Es wird höchste Zeit, dass wir akzeptieren, dass die Stadt auf freiwillige Leistungen verzichten muss, um sich auf ihre Kernaufgaben wie Schulen und Verkehrsinfrastruktur zu konzentrieren und finanziell handlungsfähig zu bleiben.

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