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Priorität lieber auf notwendige Anliegen legen

Leserbrief zum Artikel „4,2 Millionen Euro: Main-Radweg wird deutlich teurer“ vom 21.12.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 02.01.2024.

8,3 Kilometer des Mainradwegs von Mainaschaff nach Niedernberg werden für sagenhafte 4,2 Millionen Euro ausgebaut. Ein finanzielles Kunststück, das natürlich größtenteils durch großzügige Bezuschussung gelingt, jedoch auch die Stadtkasse von Aschaffenburg ordentlich zur Kasse bittet. Der Ausbau des Mainradwegs ist ein Prestigeobjekt. Der Weg ist aktuell schon vorhanden und befahrbar. Doch oh, wie könnten wir uns der vermeintlichen Komfortsteigerung für auswärtige Radfahrer verschließen, die unbedingt ihre schönen Ausflüge nach Miltenberg machen wollen? Die Wege sollen breiter und begradigt sein, damit man mit dem E-Bike ordentlich durchdüsen kann.

Aber halt, bevor wir uns weiter in diesen finanziellen Abenteuern verlieren, sollten wir nicht lieber an die Bürger von Aschaffenburg denken? Überall wird Geld gebraucht – sei es für Kitas, Schulen, Schulschwimmbäder, etc. Was brauchen wir hier vor Ort? Vor allem in Zeiten knapper Kassen und klammer Haushalte. Anstatt Gelder in den Ausbau eines ohnehin vorhandenen Mainradwegs zu pumpen, sollte die Priorität lieber auf notwendigen Anliegen liegen. Klingt das nicht viel logischer?

Ein ordentlicher Fußweg und Radweg sind ein Muss

Leserbrief zum Artikel „Stadträte beharren auf Komplettausbau“ vom 14.12.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 28.12.2023.

Haben Sie schon einmal einen Feldweg erlebt, auf dem täglich bis zu 4.700 Autos unterwegs sind? Falls nicht, werfen Sie einen Blick auf den Auweg in Nilkheim. Selbst für Fußgänger gibt es hier lediglich einen bescheidenen Trampelpfad – ein Ort, an dem man bei schlechtem Wetter besser seine Gummistiefel einpacken sollte. Die Stadträte aus den betroffenen Stadtteilen fordern einen Ausbau, und das aus gutem Grund. Der Auweg ist nicht nur eine Straße; er verbindet die Stadtteile Leider und Nilkheim miteinander. Die geplante Rad- und Gehweganlage entlang der B26 wird seine Bedeutung weiter hervorheben.

Der Ausbau des Auwegs sollte in erster Linie den Bedürfnissen der Schwachen im Verkehr gelten. Ein ordentlicher Fußweg und Radweg sind ein Muss!

Aber halt, der Plan sieht auch vor: die Straße für den motorisierten Verkehr von 5,0 m auf 6,50 m zu erweitern. Angesichts der finanziellen Herausforderungen und der Aussicht, mehr Verkehrsstress für Anwohner zu schaffen, scheint diese Idee nicht nur überflüssig, sondern auch etwas aus der Zeit gefallen. Dies kann getrost gestrichen werden. Ein moderner Auweg verdient mehr – mehr Sicherheit und Mobilität für Fußgänger und Radfahrer.

Ein richtiger und zeitgemäßer Schritt

Leserbrief zum Artikel „Stadtrat auf Abruf?“ vom 28.11.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 19.12.2023.

Mit großer Freude habe ich den Bericht über die jüngste Entscheidung des Aschaffenburger Stadtrats gelesen, die Livestreams der Stadtratssitzungen bis zu sechs Wochen in einer Mediathek verfügbar zu machen. In einer Zeit, in der die Digitalisierung alle Lebensbereiche beeinflusst, ist dies zweifellos ein richtiger und zeitgemäßer Schritt. Die Erweiterung auf eine Mediathek bedeutet nicht nur eine zeitliche Flexibilität für alle Interessierten, sondern ermöglicht auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit den behandelten Themen. Keine Hektik, kein Stress – einfach auf Knopfdruck, wenn es in den eigenen Zeitplan passt. Da kann sogar Netflix eine kleine Pause einlegen, denn die nächsten Stadtratssitzungen stehen bereits auf meiner Watchlist!

Die Entscheidung des Stadtrats trägt nicht nur zur Transparenz bei, sondern fördert auch die aktive Beteiligung der Bürger an den kommunalen Entscheidungsprozessen. Herzlichen Dank an die Mitglieder des Stadtrats für ihr Engagement, das Vertrauen in die lokale Politik zu stärken und eine moderne, bürgernahe Politik zu fördern. Ich freue mich darauf, digital am politischen Geschehen unserer Stadt teilzuhaben!

Vierte Mainbrücke als mutige Vision

Leserbrief zum Artikel „Sperrung der Willigisbrücke als Dauerlösung?“ vom 14.11.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 28.11.2023.

Die Willigisbrücke trägt eine faszinierende Geschichte bis ins Jahr 989 zurück. Kürzlich präsentierte die örtliche SPD einen Vorschlag, der jedoch für Kopfschütteln sorgt: die dauerhafte Sperrung dieser geschichtsträchtigen Brücke für den Autoverkehr. Ein Vorhaben, das wie eine Schnapsidee erscheint.

Die erst jüngste erfolgte Sperrung der Willigisbrücke aufgrund von Bauarbeiten führte bereits zu erheblichen Umwegen für Autofahrer auf dem Weg in die Innenstadt. Dieses Szenario sollte nicht zur Norm werden. Insbesondere die Bürger aus Nilkheim und Leider waren hier temporär ausgesperrt und mussten Umwege in die Innenstadt in Kauf nehmen.

Lassen wir uns jedoch nicht beirren, denn die realitätsferne Idee einer Brückensperrung wird sich wohl auch bei der SPD Aschaffenburg nicht durchsetzen. Oder etwa doch?

Statt Brücken zu sperren, könnte eine vierte Mainbrücke von Obernau zur B469 eine mutige Vision für die Zukunft sein. Eine solche Maßnahme könnte im Hinblick auf den Verkehrswandel und die Entlastung der bestehenden Verbindungen eine sinnvolle Lösung darstellen.

Gemeinsam dunkle Wolken vertreiben

Leserbrief zum Artikel „Grundstückverkauf deutlich gebremst“ vom 20.10.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 17.11.2023.

Über Aschaffenburg ziehen finstere Finanzwolken auf, und die Zukunft verspricht wenig Sonnenschein. Anzeichen deuten auf mögliche Steuererhöhungen in den kommenden Jahren hin. Die Wirtschaftsflaute bedroht die Gewerbesteuereinnahmen, und die Grunderwerbsteuer bleibt hinter den Erwartungen zurück, da die Grundstückskäufe ins Stocken geraten. Das zeigt sich deutlich in den Bauprojekten in den Neubaugebieten Anwandeweg und Rotäcker. Hinzu kommen Defizite beim Klinikum und steigende Personalkosten, die die Stadtfinanzen belasten.

Es gibt daher erste eindringliche Appelle aus der Stadtverwaltung, die dazu auffordern, Zurückhaltung bei den Ausgaben zu üben. Diese sollten nicht ungehört bleiben. Zudem steht 2025 die Grundsteuerreform an, bei der erstmals eine Neufestsetzung erfolgt. Dies birgt die Gefahr, unbemerkt Steuern zu erhöhen. Ursprünglich sollte die Reform keine Mehrbelastung für Bürger bedeuten, und die neue Grundsteuer wurde als aufkommensneutral angepriesen. Angesichts steigender Kosten und stagnierender Einnahmen sehe ich dies kritisch. Die Grundsteuer ab 2025 könnte schwerer wiegen als erwartet.

Diesem düsteren Szenario ist mit eisernem Sparwillen und klugem Haushalten zu begegnen. Lasst uns gemeinsam die dunklen Wolken über Aschaffenburg vertreiben und die Sonne wieder zum Strahlen bringen.

Von einer kritischen Unterversorgung

Leserbrief zum Artikel „Klinikum-MVZ gründet Kinderarztpraxis in Schweinheim“ vom 13.10.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 03.11.2023.

Die Kinderärzte in unserer Region stehen vor einer kritischen Unterversorgung, und das ist längst kein neues Problem. Ironischerweise behauptet die Statistik eine „Überversorgung“ mit einer Versorgungsquote von 128,5 Prozent. Doch die Realität sieht ganz anders aus, das Gesundheitssystem ist erheblich belastet.

Es ist klar, dass die herkömmliche Versorgungsquote nicht ausreicht. Eine dringende Neubewertung der Berechnungskriterien ist unverzichtbar, um die tatsächliche Lage angemessen widerzuspiegeln. In der Kindermedizin geht es nicht nur um präzise Diagnosen, sondern auch um die Investition von Zeit und Empathie, um eine qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten.

In den letzten Jahren wurde immer wieder der Ruf nach neuen Kinderarztpraxen in der Region laut, um den offensichtlichen Engpass zu beseitigen. Es ist höchste Zeit, die Realität der kinderärztlichen Versorgung in unserer Region anzuerkennen und entschlossene Schritte zu unternehmen, um den dringenden Bedarf an Kinderärzten zu decken. Die Gesundheit unserer Kinder sollte nicht allein durch Statistiken gesteuert werden, sondern vielmehr durch die tatsächlichen Bedürfnisse unserer jüngsten Mitglieder der Gesellschaft.

Wie die Interessen in Einklang bringen?

Leserbrief zum Artikel „Aschaffenburg will bei Stadtentwicklung bestimmen“ vom 23.09.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 20.10.2023.

Ach, das arme Leider! Der Stadtteil umgeben von Main, Hafen und Straßen, steht bereits vor Herausforderungen, was die verbleibende freie und grüne Fläche betrifft. In Anbetracht dieser Gegebenheiten stellt sich die Frage, welche zusätzlichen Belastungen den Bewohnern von Leider noch zugemutet werden sollen. Seit dem Aufblühen des Hafens sind die Rangierlokomotiven äußerst häufig im Einsatz, sowohl tagsüber von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht hinein als auch an Wochenenden. Die Geräusche der Bremsmanöver und das Dröhnen der betagten Diesellokomotiven sind bisweilen eine erhebliche Belästigung für die Anwohner.

Nun steht die Frage im Raum, wie der Bayernhafen plant, eine Bebauung mit sieben Stockwerken in diesem Gebiet zu realisieren. Diese Planung wirft die grundsätzliche Frage auf, wie die Interessen von Hafenbetrieb und Wohnbevölkerung miteinander in Einklang gebracht werden können. Hierbei ist es von großer Wichtigkeit, dass die Planung Schallschutz, Umweltschutz und Verkehr angemessen berücksichtigt, um eine möglichst harmonische Koexistenz zu ermöglichen. Es bleibt abzuwarten, ob eine solche Eintracht überhaupt realisierbar ist.

Nein zur weiteren Solarföderung

Leserbrief zum Artikel „Stadtrat will über Ende der Solarförderung noch einmal nachdenken“ vom 22.09.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 12.10.2023.

Nein zur weiteren Solarförderung durch die Stadt Aschaffenburg. Die Stadt hat bereits knapp 212.000 Euro investiert, und ich denke, es ist höchste Zeit, den Geldhahn zuzudrehen.

Es steht außer Frage, dass Solaranlagen einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leisten, doch die Fortführung der Förderung sollte kritisch hinterfragt werden. Besonders der Fokus auf Balkonkraftwerke erscheint mir fehlgeleitet. Warum sollten wir öffentliche Gelder in Projekte stecken, die vergleichsweise geringe Investitionen erfordern und rasch finanzielle Gewinne generieren können? Je nach Ausrichtung der Balkonkraftwerke können die Investitionen bereits in fünf Jahren wieder eingespielt sein. Sind Subventionen notwendig, um etwas anzuschieben, wenn die Nachfrage bereits vorhanden ist oder sich die Investition schnell amortisiert? Ich erkenne die Notwendigkeit von Subventionen durch die Stadt Aschaffenburg hier nicht.

Die Förderung von beweglichen Gegenständen ohne angemessene Kontrolle erscheint ebenfalls fragwürdig. Mini-Solaranlagen sind heute leicht anzuschaffen und morgen wieder zu verkaufen. Wer kann das kontrollieren?

Auch sozial benachteiligte Bürger würden meiner Meinung nach mehr davon profitieren, wenn sie in der Lage wären, ihre betagten 20 Jahre alten Kühlschränke zu ersetzen.

Ein Stadtstrand kann unsere Stadt bereichern

Leserbrief zum Artikel „Bald Beach-Biergarten mit Schlossblick in Aschaffenburg?“ vom 06.09.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 19.09.2023.

Lasst uns einfach mal machen und ausprobieren! Der Vorschlag der CSU, den Volksfestplatz in Aschaffenburg in einen bewirtschafteten Stadtstrand zu verwandeln, ist erfrischend und könnte unserer Stadt neues Leben einhauchen. Ein Beach-Biergarten mit Schlossblick – das klingt nach einem großartigen Vorhaben. Leben, Musik, und eine gemütliche Atmosphäre könnten Aschaffenburgs Charme steigern. Ja, es gibt Fragen und Herausforderungen, aber wir sollten den Mut haben, sie anzugehen. Die Bedenken einiger sind verständlich, aber ein innovativer Stadtstrand kann unsere Stadt bereichern und junge Menschen anziehen. Ich selbst freue mich schon auf ein kühles Getränk im Beach-Biergarten während ich auf das Schloss Johannisburg schaue. 

Zeitgewinn für Radfahrer eher vernachlässigbar gering

Leserbrief zum Artikel „Neue Fahrrad-Buzzer am Ringradweg?“ vom 12.08.2023. Veröffentlicht im Main-Echo am 23.08.2023.

Fahrrad-Buzzer? Ja, das klingt originell und praktisch. Wir haben diese Geräte nun an fünf wichtigen Kreuzungspunkten in Aschaffenburg installiert. Sie sind angeblich auf Griffhöhe montiert, damit Radfahrer sie einfach im Vorbeifahren drücken können. Klingt gut, oder? Allerdings hat das Ganze 70.000 Euro gekostet. Zum Glück hat der Bund 80% davon gesponsert. Doch bleibt die Frage: Sind diese Buzzer wirklich notwendig bzw. sinnvoll? Es handelt sich um eine erweiterte Anforderung des Ampelsignals vor der eigentlichen Ampel. Sie sollen Zeit sparen, insbesondere auf kurzen Strecken zwischen dem Buzzer und dem Ampelknopf. Allerdings scheint der Zeitgewinn aus meiner Sicht für Radfahrer eher vernachlässigbar gering zu sein.

Jeder gesparte Euro jedoch trägt zur finanziellen Stabilität unserer Stadt bei. Diese Stabilität beginnt im Kleinen, und es ist wichtig zu erkennen, dass wir nicht jeden Wunsch, sei er von Beauftragten oder Interessengruppen, erfüllen können. Diese Zeiten sind lange vorbei, und wir müssen uns bewusst machen, dass wir einen klaren Fokus bei unseren Ausgaben setzen müssen. Die langen Wunschlisten, die sich vielleicht noch in Schubladen verbergen, müssen drastisch gekürzt werden.

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