
Ich habe mir den Auweg selbst angesehen – jenen Abschnitt, über den seit 2022 beraten, gestritten und beschlossen wurde. Drei Jahre Diskussion, große Worte, teure Pläne. Und nun das Ergebnis: ein Fußweg mit kaum 1,40 Metern Breite, uneben durch Baumwurzeln, auf einem Stück nicht einmal asphaltiert. Eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu früher? Fehlanzeige.
Der Auweg ist nicht nur eine Straße; er verbindet die Stadtteile Leider und Nilkheim miteinander, und der Fußweg wird täglich genutzt. Ursprünglich war geplant, den Gehweg auf 2,5 Meter zu verbreitern – doch aus haushaltswirtschaftlichen Gründen wurde das gestrichen. Stattdessen richtete der Bauhof den alten Weg notdürftig her, und die Verwaltung erklärte das Provisorium nun als „ausreichend“.
Was als Erfolg präsentiert wird, ist also ein Minimalprogramm. Natürlich muss die Stadt sparen. Doch wer jahrelang Erwartungen schürt, sollte am Ende mehr liefern als einen halbwegs begehbaren Trampelpfad.
Wenn für solche Projekte kein Geld da ist, wäre Ehrlichkeit von Anfang an besser gewesen als dieser lange Zirkus. Am Ende bleibt ein Weg, der keiner ist – und das Gefühl, dass Stillstand in Aschaffenburg inzwischen als Fortschritt gilt.
Leserbrief veröffentlich am 04.11.2025 im Main-Echo.
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