
Selten zeigte die Region so viel Geschlossenheit wie im Kampf um den ICE-Halt um 07.05 Uhr. Politik übte überparteilichen Druck aus – mit Erfolg. Der Zug, der verschwinden sollte, kehrt zurück. Die Euphorie darüber ist groß und spürbar. Als Frankfurt-Pendler begrüße ich diese Entscheidung ausdrücklich, denn diese Verbindung bedeutet Zeitgewinn, Planbarkeit und spürbare Entlastung.
Wichtig ist vor allem, dass Landrat Alexander Legler nicht nur jubelt, sondern handelt. Während viele noch von Freude getragen sind, hat er Fakten geschaffen. Seine Zählaktionen am Bahnsteig zeigten deutlich: Es steigen weit mehr Reisende ein als die von der Bahn genannten rund 40. Damit ist schwarz auf weiß belegt: Dieser Halt ist unverzichtbar. Ohne ihn heißt es früher raus, länger unterwegs sein, unsichere Anschlüsse riskieren.
Und auch der Regionalexpress nach Frankfurt zeigt das Problem deutlich. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Schon heute ist er stark ausgelastet, oft bis an die Grenze. Sitzplätze sind Glückssache. Warum zur Stoßzeit keine längeren Züge mit mehr Wagen eingesetzt werden, bleibt unverständlich.
Die neuen Zahlen liefern ein starkes Argument. Jetzt gilt es, den Halt dauerhaft im nächsten und in den kommenden Fahrplänen zu verankern.
Lesermeinung zum Artikel im Main-Echo: ICE 1022: Von Landrat Alexander Legler initiierte Zählaktion am Aschaffenburger Hauptbahnhof liefert höhere Fahrgastzahlen als von der Bahn angenommen
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