
Die angekündigte Streichung des ICE-Halts um 7:05 Uhr in Aschaffenburg ist für viele Pendler ein herber Rückschlag. Nach dem Wegfall des früheren ICE um 6:33 Uhr bleibt nun nur noch die Verbindung um 7:33 Uhr – zu spät, um pünktlich in Frankfurt im Büro zu sein.
Als Pendler kann ich nur den Kopf schütteln. Der Regionalexpress um 7:19 Uhr ist schon heute regelmäßig überfüllt und verspätet. Ab Kahl stehen die Fahrgäste dicht gedrängt, und an ein entspanntes Ankommen ist längst nicht mehr zu denken. Wenn nun auch noch der ICE entfällt, wird die Situation endgültig unzumutbar.
Die Bahn begründet die Streichung mit einer „Vereinheitlichung“ des Systems. Das klingt modern, verbessert aber für Aschaffenburg rein gar nichts. Im Gegenteil: Der Standort verliert an Attraktivität, und viele Berufspendler werden wieder das Auto wählen – ein Bärendienst für die vielbeschworene Verkehrswende.
Es ist schwer nachvollziehbar, warum man funktionierende Verbindungen streicht, statt sie auszubauen. Stabilität entsteht nicht durch weniger Angebot, sondern durch verlässliche Planung.
Lesermeinung zitiert im Main-Echo am 10. November im Main-Echo.
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